20.Spieltag: Köln – Augsburg 1:1

Der erste Bundesliga-Auswärtssieg seit einem Jahr ließ den Relegationsplatz wieder in Sichtweite erscheinen. Alles andere als drei Punkte beim HSV, wären vermutlich schon die ersten Nägel im Sarg des nächsten Bundesligaabstiegs gewesen. Nun schlummerten die leisen Hoffnungen aller FC-Fans auf die anstehenden beiden Heimspiele gegen den FC Augsburg und Borussia Dortmund. Zunächst galt es also, am heutigen Samstagnachmittag gegen Angstgegner Augsburg, weitere Punkte für den Klassenerhalt ein zu fahren.

Die jüngste Bilanz zeigt jedoch, dass es alles andere als einfach werden wird. Denn zum einen wartet der FC seit acht Spielen auf einen Erfolg gegen die Fuggerstädter. Zum anderen spielt unser heutiger Gast eine wahnsinnig gute und stabile Saison.

Bei blauem Himmel und Sonnenstrahlen trafen wir uns zunächst mit Teilen der aktiven Fanszene auf ein paar Kölsch in einer Eckkneipe, ehe es zeitig weiter ging zum Stadion. Dort traf ich mich zunächst noch mit einem Groundhopper aus Augsburg, den ich vor einigen Jahren auf einer Hopping-Tour im Baltikum kennengelernt hatte.

Weil der Südkurven-Stehplatzbereich aus FC-Sicht etwas überfüllt war, gab es ab heute neue Sicherheitsbestimmungen. Ab sofort ist es nun nicht mehr möglich, zwischen den jeweiligen Tribünen innerhalb des Stadions zu wechseln. Insofern ist jetzt wohl jedes Spiel ein „Risikospiel“. Ach ja, diese äußerst bescheuerte Idee mit dem Absperrband hinter der Südtribüne gibt es ebenso weiterhin. Daher ist nun absolut nicht mehr möglich, Dauerkarten durch den Zaun an die Inhaber heraus zu geben. Insofern hieß es auch heute wieder warten, bis alle Jungs an „der Süd“ angekommen waren.

Das Spiel war anfangs geprägt von aggressiven Zweikämpfen und wenig Torraumszenen. Nach 26 Minuten hatten aber alle FC-Fans den Torschrei schon auf den Lippen. Simon Terodde kam völlig frei zum Abschluss. Aber der Augsburg Keeper konnte den Einschlag im Ecken mit einer Wahnsinns Fußabwehr verhindern. Nun bekam der FC Oberwasser und konnte einer seiner drei weiteren Möglichkeiten (32./40./45.) vor der Pause nutzen. Milos Jojic verwandelte einen direkten Freistoß sehr sehenswert zum 1:0 für den FC (40.).

Nach der Pause hatte der FC die Chance die Führung auszubauen (48./56.), verhielt sich im weiteren Spielverlauf allerdings sehr passiv, worauf die Gäste mit einer enormen Druckphase zwischen Minute 60 und 80 antworteten. So war es nur eine Frage der Zeit, wann das 1:1 fallen würde. Schließlich wurde dem größten Provokateur auf dem Platz die Ehre zu Teil, nach einer Ecke zum 1:1 einzuköpfen (77.). In der Schlussphase warf der FC dann wieder alles nach vorne und wäre beinahe noch belohnt worden (Jojic 80./Guirassy90.). Aus Sicht der Gäste und nach den Spielanteilen zu urteilen, ist das Unentschieden nicht unverdient. Mit Blick auf die Tabelle war nun wieder einmal beten angesagt, dass die Konkurrenz im Keller ebenso keine „Dreier“ einfährt.

Nach Abschluss des Wochenendes muss man sagen, dass sich im Tabellenkeller wenig geändert hat. Es bleiben weiterhin vier Punkte Rückstand auf den Relegationsplatz (Bremen) und sieben Punkte auf das rettende Ufer (Mainz). Es müssen also weiterhin irgendwie Punkte eingefahren werden. So kann und muss es weitergehen.

Come on FC

pannemann