22.Spieltag: Frankfurt – Köln 4:2

Am Karnevalssamstag führte uns die Reise in die hessische Mainmetropole. Mit Eintracht Frankfurt empfing uns das Überraschungsteam der diesjährigen Bundesligasaison. Durch die zurückliegenden zwei Karnevalstage war die sportliche Situation in den Hintergrund gerückt. Man erfreute sich an diesem Morgen eher an der Tatsache, einen lustigen Tag mit seinen verkleideten Freunden verbringen zu können.

Dank der 15:30–Terminierung war der Anreiseweg schnell gefunden. Gemeinsam mit der aktiven Fanszene ging es via Wochenendticket in Richtung Süden. Neben zwei szenekundigen Beamten fanden sich an diesem Morgen circa 350 Löwen, Cowboys, Pandas und Gorillas am Treffpunkt ein. Die Türen in den zwei Wagons der Mittelrheinbahn gingen soeben zu und man stellte schnell fest, dass es einfach zu viele Leute waren, um die nächsten drei Stunden bis nach Mainz zu durchstehen. Aufgrund dessen wechselte man in Bonn den fahrbaren Untersatz und setzte die Fahrt mit einem Regionalexpress fort. Dies hatte allerdings zur Folge, dass in Koblenz erneut umgestiegen werden musste. Und wie sollte es anders sein, auch hier erwartete uns erneut eine Privatbahn mit seinen zwei Wagons. Der Fahrer der Bahn war von Anfang an richtig genervt und langweilte die Karnevalsgesellschaft mit unmotivierten Lautsprecherdurchsagen. Schlussendlich mussten dann nach 10 Minuten  alle Fahrgäste unverrichteter Dinge wieder aussteigen und man entschied sich für eine andere Bahn. Das ganze tat der Stimmung allerdings überhaupt keinen Abbruch. Denn auch die nächste Bahn konnte mit einem Schaden an einer Zugtür erstmal nicht aus Koblenz abfahren. Mittlerweile wurde unser 350 köpfiger Haufen zu einer kleinen Attraktion in Koblenz. Polizei, verschiedene Bahnmitarbeiter und Servicemitarbeiter versuchten sich eine gefühlte halbe Stunde an der Türreparatur, ehe die Reise  fortgesetzt werden konnte. Da wir schon ordentlich im Zeitverzug waren, war der Boden der Provianttasche mittlerweile schon in Sichtweite. Schließlich sollte uns ein letzter Umstieg in Mainz den erhofften Stadionbesuch bescheren. Auf den Monitoren der S8 war als Ankunftszeit 15:10Uhr angegeben, was gerade so gereicht hätte.

Zwei Stationen vor dem Ziel wartete allerdings eine Gruppe von anderen maskierten auf unseren Tross – mutmaßlich auf unsere Stadionverbotler. Clown, Affe, Giraffe und Co. stürmten kurz darauf aus dem Zug und man sah sich kurzzeitig in Filme wie „Nachts im Museum“ oder „Jumanji“ zurück versetzt. Nach ein paar Minuten waren die „Unruhestifter“ vertrieben und es sollte weitergehen. Der Zugfahrer und die, nach einigen Minuten anrückende Polizei sahen das jedoch etwas anders. So musste das „sky-go-Abo“ herhalten, um live-Bilder aus dem Frankfurter Waldstadion zu bekommen. Zur Halbzeit machte sich die Info breit, dass wir das Spiel wohl nicht mehr sehen werden, welches letztlich mit 2:4 verloren ging.

Zumindest die örtlichen Döner- und Pizzaverkäufer konnten der ganzen Situation am Bahnhof Kelsterbach etwas positives abgewinnen. Denn es fanden sich immer wieder mittel und wegen, um die FC-Fans in dem polizeilich abgeriegelten Bahnhof mit essen und trinken zu versorgen. Ein großes Dankeschön gilt in diesem Fall dem Pizza-Fußkurier der „Main Pizza“ in Kelsterbach. Die Großbestellung Pizza Margarita hat wirklich sehr gut geschmeckt. Trotz der FC-Pleite und der Personalienabgabe aller FC-Fans im Zug, war die Stimmung in unserem Wagon weiterhin top. Nach über vier Stunden hatte die Polizei dann alle Daten aufgenommen und um 19:30Uhr ging es wieder zurück in Richtung Heimat, welche wir um 23:30Uhr erreichten.

Obwohl man das Spiel durch so einen blöden Zwischenfall verpasst hat, konnten man dennoch mit seinen Freunden, etwas kölscher Musik und ein paar Kaltgetränken einen schönen Tag erleben. Am Rosenmontag zeigten die FC-Profis dann, dass sie besser mit Kamelle umgehen können, als mit dem runden Leder. So kann und muss es weitergehen!

Come on FC

pannemann