15.Spieltag: Köln – Fürth 4:0

Nach zwei deutlichen Siegen gegen Dresden und Darmstadt scheint der FC wieder in die Spur gekommen zu sein. Am Samstagmittag erwarteten wir mit der Spielvereinigung Greuther Fürth eines der Überraschungsteams der bisherigen Zweitligasaison. Und dennoch stand das Spiel heute nicht so wirklich im Fokus. Denn eine Fanaktion aus den eigenen Reihen und eine bundesweite Initiative sorgte an diesem Wochenende für Gesprächsstoff.

Wir trafen uns heute etwas früher, als sonst üblich am Stadion. Denn ab 11 Uhr wurden hinter der Südtribüne „Brötchen für den Verein geschmiert“. Was sich im ersten Moment komisch anhört, entspricht allerdings den Tatsachen. Denn auf der Jahreshauptversammlung hatte unser Vorstandsmitglied Harald „Toni“ Schumacher, seinen Kritikern nicht ganz zu Unrecht vorgeworfen, dass Sie wohl noch nie ein Brötchen für den Verein geschmiert hätten. Worüber sich im ersten Moment viele der anwesenden Mitglieder amüsierten, kehrte mit etwas Abstand die Gewissheit ein, dass „der Tünn“ hier wohl keinesfalls die Unwahrheit gesagt hatte. Die Wilde Horde wollte diesen Vorwurf also aus der Welt schaffen und organisierte hinter der Südtribüne eine kleine Frühstücksaktion für alle FC-Fans, die ebenfalls immer schon mal „Brötchen für den FC“ schmieren wollten. Wurst, Käse, Marmelade und Nutella waren als Brötchenbelag mit in der Verlosung. Jeder konnte für seine Brötchen eine Spende entrichten, die der FC-Stiftung zu Gute kommen wird. Die beiden Pavillons waren von Beginn an richtig gut besucht, sodass zu hoffen bleibt, dass einiges an Spenden für die Stiftung zusammen gekommen ist.

Im Stadion erwartete die Besucher gleich die nächste Aktion, die deutschlandweit in den Stadien umgesetzt wurde. Ein 45-minütiger Stimmungsboykott sollte die Vereine, die DFL und den DFB wachrütteln, damit die Fans wieder mehr in den Fokus rücken bei Themen wie Spielansetzungen, Spieltagszerstückelungen, Montagsspielen, der fortschreitenden Kommerzialisierung des Profifußballs (u.a. 50+1), den umstrittenen Stadion- und Bereichsbetretungsverbote, die Thematik mit Fanutensilien in den Blöcken und  die horrenden Verbandsstrafen gegen die Vereine aufgrund von Pyrotechnikverfehlungen ihrer Anhänger. Dadurch entstand im Stadion in der ersten Halbzeit eine Atmosphäre wie vor einem Kongress. Ein leichtes Getuschel während des Spiels, ein Raunen bei einem Fehlpass oder ein rhythmisches Klatschen bei einer Standartsituation für den FC. Es war schön zu sehen, dass es kaum Besucher gab, die Querschießen wollten, um „den Ultras“ mit extra lautem Gesang einen rein zu würgen. Denn es ging bei dieser Aktion nicht um „die Ultras“, sondern es betrifft uns alle, die wir den Fußball so lieben, wie wir ihn von klein auf kennen gelernt haben.

Die Mannschaft vom FC war vorab über diesen Umstand informiert worden und zeigte sich komplett unbeeindruckt vom „Tennispublikum“. Markus Anfang schickte dieselbe Startelf wie gegen Darmstadt in die Arena und diese dominierte die ersten 40 Minuten nach Belieben. Terodde (11./28.) und Drexler (25.) scheiterten am glänzend reagierenden Fürther Keeper. Dennoch erzielte Dominick Drexler in der 17. Minute das 1:0 für den FC, wenn auch aus einer nicht geahndeten Abseitsposition heraus. Zum Ende des ersten Durchgangs kamen die Gäste stärker auf und hätten durchaus ausgleichen können (42.).

Nach der Pause legt der FC los wie der Feuerwehr und drängte auf den zweiten Treffer (48./49./50.). Nach einem Foul von Bauer an Drexler gab es einen Elfmeter für den FC und die Gelb-Rote-Karte für den Gästespieler. Simon Terodde verwandelte gewohnt sicher zum 2:0 für den FC (52.). Spätestens nach dem 3:0 durch Jhon Cordoba war die Partie entschieden (60.) und ähnlich wie Darmstadt, konnte die letzten 30 Minuten ausgiebig gefeiert werden. Als Krönung lieferte Simon Terodde seinen bereits 19. Saisontreffer zum 4:0 für den FC (78.). Nur mal so zum Vergleich – der HSV hat bisher 21 Treffer erzielt und Marvin Duksch wurde mit 18 Treffern Torschützenkönig der letzten Saison. Simon Terodde trifft in dieser Saison bei Pflichtspielen des FC (2.Liga und DFB-Pokal) alle 54 Minuten ins Schwarze. So kann uns muss es weitergehen!

Come on FC

pannemann