24.Spieltag: Ingolstadt – Köln 1:2

Teil drei der englischen Woche. Nach den beiden Arbeitssiegen gegen Sandhausen und in Aue, stand am Samstagmittag nun das Auswärtsspiel beim FC Ingolstadt auf dem Programm. Aufgrund der am Donnerstag begonnenen Karnevalsfeierlichkeiten, war dieses Spiel nicht nur sportlich die wohl größte Herausforderung der gesamten Woche. Während sich einige (junge) Leute aus unserer Gruppe bereits am Donnerstag in das bunte Treiben fallen ließen, begannen wir im Rahmen der Ingolstadt-Auswärtstour am Samstagabend zur Sportschau mit ‘nem Mett-, Kölsch- und Pfeffi-warm-up auf der Schäl-Sick.

10 Mann fanden sich in meiner Bude ein, um sich auf die bevorstehende Partynacht ein zu stimmen. Denn am Sonntagmorgen sollte der Buskonvoi nach Ingolstadt starten. Bis dahin hatte man nun 10 Stunden Zeit, um sich ausgiebig dem kölschen Karneval hinzugeben. Während ein Teil der Reisegruppe doch eher das Tanzbein in der Südstadt schwingen wollte, bevorzugte der Rest eine Eckkneipe im Stadtbezirk 4. Die Nacht verging wie im Fluge und über kleine Umwege hatte man am Morgen tatsächlich wieder zusammen gefunden. Ganz ohne „Scherben“ ging es allerdings auch diese Nacht nicht. Denn ein Teil der Essenversorgung in unserem Bus, fiel einem leicht angetrunkenen Gorilla aus dem Münsterland zum Opfer. Ziemlich unnötig, aber immerhin konnte ein Teil des wirklich tollen Caterings gerettet werden.

Wir kamen vermutlich relativ pünktlich vom Treffpunkt los. Wie es nicht anders zu erwarten gewesen ist, war in den ersten Stunden, bei den meisten erst einmal eine Schlafpause angesagt. Gegen Vormittag erwachten dann die ersten Feierbiester aus ihrem Tiefschlaf. Im Bus gab es zum Frühstück nahezu alles was das Herz begehrt. Kölsch, Radler, Softdrinks, Brötchen und sogar eine Cocktail-Flatrate für die gesamte Tour. Vielen Dank an dieser Stelle an die Gruppe Veedels Radau für die Gastfreundschaft und die entspannte Tour.

Trotz eines ausgefallenen Busses (Panne) im Konvoi, erreichten wir das Stadion in Ingolstadt 45 Minuten vor Spielbeginn. Die Eingangskontrollen gingen, trotz Verkleidung und eines Spiels im Freistaat Bayern, relativ zügig über die Bühne.

Wie immer zum Karnevalswochenende, kam statt unseres normalen Banners, das RE7-Gorilla-Crew-Banner zu Einsatz. Auch wenn sich heute kaum jemand in das wirklich warme Gorilla-Kostüm gezwängt hatte.

Zum Intro hatte sich mal wieder jemand Gedanken gemacht. Vor dem gesamten Block gab es ein großes Banner mit Vereins- und Stadtwappen sowie den legendären Figuren Tünnes und Schäl aus dem Hänneschen-Puppentheater. Dazu wurden im Block viele bunte Luftballons verteilt und auch so einiges an buntem Rauch durfte an Karneval natürlich nicht fehlen. Alles in allem ein absolut würdiger Rahmen für diesen kölschen Feiertag.

Auf dem Spielfeld gab es zwei Änderungen in der Startelf. Clemens und Modeste starteten für Risse und Terodde. Das Spiel ging munter los mit guten Chancen auf beiden Seiten (05./11./14./25.). Ingolstadt griff den FC bereits beim Spielaufbau in der eigenen Hälfte an. So wurde des Öfteren der lange Ball nach vorne gespielt. Bei einem dieser Bälle setzte sich Jhon Cordoba geschickt vor seinen Gegenspieler, der ein leichtes halten als Elfmetergeschenk dankend annahm. Anthony Modeste verwandelt diesen Elfmeter sicher zur 1:0-Pausenführung (40.).

Im zweiten Durchgang war das Heimteam wesentlich aktiver. Der FC nutzte allerdings seine erste sich bietende Chance zum 2:0. Nach einer Geis-Ecke verwertete Dominick Drexler, technisch Anspruchsvoll, per Volleyabnahme zur Zwei-Tore-Führung für den FC (59.). Anthony Modeste hätte nach 81.Minuten eigentlich den Deckel drauf machen müssen. Er setzte den Ball aus wenigen Metern jedoch neben das Tor. Durch einen ziemlichen Abwehr-Bock von Raphael Czichos wurde es mit dem 2:1 dann jedoch noch einmal unnötig spannend (Paulsen/90.). Am Ende hatte der FC sogar Glück, nicht noch einen Foulelfmeter gegen sich zu erhalten.

Im Endeffekt steht man nach dieser englischen Woche mit wahnsinnig wichtigen 9 Punkten dar und grüßt wieder von der Tabellenspitze der zweiten Liga. Auch wenn man keineswegs spielerisch überzeugt hat, zählen am Ende nur die Punkte. Sofern bis zur Länderspielpause mit weiteren Punkten gegen Bielefeld und Duisburg nachgelegt wird, kann man ruhigen Gewissens in die anschließenden Top-Spiele gegen Kiel, Heidenheim und den HSV gehen.

Da die zahlreich angereisten bayrischen Staatsbeamten weniger Sympathien für einen bunten Gästeblock entwickelt hatten, verzögerte sich die Rückfahrt der Busse um eine Stunde, aufgrund von Personenkontrollen. Nichts desto trotz, wurden auf der Rückfahrt die letzten Reserven mobilisiert und es entwickelte sich ein grandioser Suff. In Gedächtnis bleiben wird hierbei definitiv „der Hans, mit dem großen Fuß“ und der Elektro-Song aus Ghana. Irgendwann gegen Mitternacht erreichten wir schließlich wieder unsere geliebte Domstadt, um nach einer kurzen Nacht, unsere FC-Helden auf dem Rosenmontagsumzug feiern zu können. Vielen Dank alle Beteiligten für dieses wunderbare Wochenende. So kann und muss es weitergehen!

Come on FC

pannemann