Südkurvencup 2018

Die Jubiläumsauflage des 15. Original Südkurven Cups fand erstmals auf der Schäl Sick in Gremberghoven statt. Aufgrund der kurzfristigen Verlegung fehlten uns einige fußballerisch, hochkarätige Spieler. Wir stellten aber trotzdem eine ordentliche Truppe zusammen. Neben 6 Crew‘lern gab es Verstärkung aus dem Sauerland, Niedersachsen und von Napi.

 

 

 

Erste Ernüchterung trat nach der Gruppenauslosung ein. Mit Semper Fidelis, Revolte, Chaotix, Coloniacs 2 und SAFT (Paris) erwischten wir abermals eine Todesgruppe. Da nur die beiden bestplatzierten Mannschaften das Viertelfinale erreichten, hakten wir die Wiedergutmachung der letztjährigen Schmach frühzeitig ab. Los ging es dann gegen das junge Team von Semper Fidelis. Unser Spiel beschränkte sich traditionell auf die Defensive, sodass Keeper Schmale lediglich 1-2x eingreifen musste. Offensiv glückte unser einzig nennenswerter Angriff und nachdem Lennart den Ball wunderbar in den Rückraum legte, schob Fredi eiskalt ein.

Neben dem sportlichen Wettkampf organisierte die Wilde Horde wieder eine Cocktail Bar, die Suffwertung, eine Tombola, Graffiti- und Aufkleber-Workshops, sowie Pools und eine riesige Hüpfburg für die Kleinen. Dass die Ultras auch mit der Technik gehen, bewiesen sie durch einen Liveticker der mittels QR-Code abgerufen werden konnte. Nach der längeren Pause und einer erfolglosen Runde Cash Show hieß der nächste Gegner und gleichzeitig Favorit auf den Gruppen-Sieg Revolte. Bestückt durch einige technisch starke Spieler, wirbelte der Turnier-Neuling unsere Abwehr ganz schön durcheinander. Am Ende stand aber wieder die Null und wir erkämpften uns ein torloses Remis. Im dritten Gruppenspiel gegen die Chaotix wollten wir unbedingt den nächsten Dreier einfahren und nahmen das Spiel gleich in die Hand. Erste Chancen blieben ungenutzt, dann konnte Napi aber nach einem Torwartfehler ins leerstehende Tor einschieben. Der Gegner erhöhte nun den Druck und kurz vor Schluss mussten wir noch den Ausgleich hinnehmen. Das vorletzte Gruppenspiel gegen die Zweitvertretung der CNS ging nach einigen tollen Paraden unseres Schlussmannes ebenfalls torlos über die Bühne. Trotz des 1:0 Sieges (Tor NK7) gegen das Pariser Team S.A.F.T. waren wir auf die Konkurrenz angewiesen. Im letzten Vorrundenspiel bewies das bereits ausgeschiedene Team Semper Fidelis aber Moral und konnte den Coloniacs nach frühem Rückstand noch ein Unentschieden abtrotzen.

Somit standen wir tatsächlich mit 9 Punkten und einem bescheidenen Torverhältnis von 3:1 Toren nach 2015 und 2016 wieder im Viertelfinale! Gegner war, wie schon 2016, der Veranstalter und Mitfavorit, die Wilde Horde. Mit bewährter Defensivtaktik hielten wir die Horde lange vom eigenen Kasten fern, eigene Angriffsversuche waren natürlich Fehlanzeige, wenn man mal von Befreiungsschlägen aus der eigenen Hälfte absieht. Gegen Ende des Spiels versuchte die WH mit aller Gewalt dem Neunmeterschießen aus dem Wege zu gehen, scheiterte aber an unserm Schlussmann Schmale und Fredi, der den Ball in letzter Sekunde von der Linie kratzte. Somit ging es ins Neunmeterschießen: Schleime begann für unser Team und verwandelte souverän in den Winkel. Der WH versagten die Nerven und der erste Schuss ging an den Pfosten. Da beide Seiten die nächsten Elfer (Lennart) sicher verwandelten, konnte Mendez das Spiel zu unseren Gunsten entscheiden. Er behielt die Nerven und verlud den Torwart – Das erste Halbfinale seit 10 Jahren war erreicht! Gegner dort war die Achte Jeisel Jottes (AJJ), die das ganze Turnier über nur mit 5 statt 6 Spieler antraten. Auch wir reduzierten auf 4 Feldspieler + Torwart und konnten außerdem einen neuen Starstürmer in unseren Reihen begrüßen. Aber weder Mattis, noch der größere Kader brachten den erhofften Vorteil und nach einem ausgeglichenen Match ging es erneut ins Neunmeterschießen. Hier bot sich ein wahrer Krimi: Neben einem Pfostentreffer der vom Kopf des AJJ-Keeper doch noch über die Linie ging, bis zum gehaltenen Elfmeter der noch so viel Drall hatte, dass er doch noch ins Tor trudelte, war alles dabei. Leider versagten unserem sichersten Schützen die Nerven, sodass die AJJ mit dem 11. Schuss ins Finale einzog. Wir mussten uns mit dem Spiel um Platz 3 begnügen, welches gegen die Revolte erneut im Neunmeterschießen ausgetragen wurde. Diesmal ganz ohne Krimi mit zwei sicher verwandelten Neunmetern (Lennart, Fredi) und zwei Paraden unseres Ersatzkeepers Homo.

 

Neben dem dritten Platz ging auch noch der Pokal für den besten Torhüter des Turniers an unser Team. Die 15. Ausgabe des Südkurvencups war wieder einmal eine rundum gelungene Veranstaltung! Das Wetter und das Rahmenprogramm passten und auch der Suff- und Spaßfaktor kamen nicht zu kurz. Abgerundet wurde der Tag mit einer Party im angrenzenden Festzelt. Dass es für uns auch sportlich so erfreulich lief, war nicht abzusehen und lässt diesen Tag noch lange in Erinnerung bleiben. Vielen Dank für die Top Organisation an die Wilde Horde. Wir werden euch im kommenden Jahr sicher noch öfter an das legendäre Neunmeterschießen erinnern 😉

Mendez