18.Spieltag: Kaiserslautern – Köln 1:1

Das Jahr 2011 steht noch in seinen Anfängen und der FC hat bereits vor Beginn der Rückrunde seine Transfertätigkeiten mit vier Neuverpflichtungen abgeschlossen. Dies ist überraschend, denn bisher zogen sich Vertragsunterzeichnungen fast immer bis in die letztmöglichen Stunden des Transferfensters hin. Mit Eichner, Rensing und Peszko wurden drei Spieler geholt, die mir viel Hoffnung für den Ligaverbleib gaben.
Zum Rückrundenstart ging es in diesem Jahr ins Kurt-Beck-Stadion nach Kaisers-lautern. Und ja, der FC Köln ist wieder da! Er ist aus dem Winterschlaf erwacht, so wie er ihn antrat. Das Ungleichverhältnis zwischen Stärken und Schwächen besteht unverändert und die Enttäuschung über ungenutzte Möglichkeiten wird langsam zur Routine.

Zwar ging der FC, Schweinegrippe geschwächt, nicht als Favorit in die Partie, aber des Gegners Unsicherheit in der Abwehr und dessen Unvermögen im Sturm ließen den FC in der ersten Halbzeit in Führung gehen. Dass dazu mit Lakic ein Betzebub mit Rot vorzeitig gehen musste, ließ auf einen Auswärtssieg hoffen. Nun sind Rahmenbedingungen beim FC allerdings nicht viel wert und so kam es wie es kommen musste bzw. wie es schon in der Vergangenheit so oft gekommen war: Lautern glich aus und zwei wichtige Punkte im Abstiegskampf wurden verschenkt. Es wäre müßig und vergebene Liebesmüh, den genauen Ablauf der Partie zu reproduzieren. Zu oft schon fand dieses Gejammer und Beklagen Einhalt in den vielen RE7-Berichten. Daher möge man es mir verzeihen, dass ich mir diesen Schmerz an dieser Stelle spare.
Fluchtartig habe ich nach Abpfiff das Stadion verlassen. Weg vom Ort des Grauens, des Schreckens, der Realität. Auf in den PKW, dessen Kennzeichen meine Kollegen morgen zur bitteren Häme animieren wird, und rauf auf die Autobahn. Aber ich war nicht allein. Eine ganze Reihe weiterer Enttäuschter ignorierten die vorgeschriebene Höchstgeschwindigkeit und rasten mit mir durch den dunklen Abend, hinein in die Nacht, die mit bittersüßen Träumen von feiernden FC-Helden auf uns wartet.

>> Ich weiß genau, dass irgendwann, einmal ein Wunder geschehen kann. Versuchen wir es wieder, solang man Träume noch leben kann<<

16.01.2011 Jazz

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