7.Spieltag: Köln – Ingolstadt 2:1

Nach dem Knaller in Sandhausen wartete mit dem Dienstagabendspiel gegen Ingolstadt das nächste Highlight am Dienstagabend auf uns. Vor circa einem Jahr sangen, tranken und feierten wir noch in den Gassen, Pubs und im Gästeblock in London, genossen den langerwarteten Europapokalabend in vollen Zügen und nun heißen die Gegner Sandhausen und Ingolstadt. Von 100 auf 0 in nur einem Jahr, aber wir sind natürlich trotzdem immer noch da und so pilgern eben auch knapp 46000 FC-Anhänger an einem Dienstagabend um 18:30 Uhr nach Müngersdorf.

Diese höchst fanunfreundliche Anstoßzeit sorgte erstens dazu, dass viele Plätze sich erst kurz vor Anstoß füllten und zweitens beteiligte sich auch die Südkurve am Aktionsspieltag gegen die unsäglichen Terminierungen und Spieltags Zerstückelungen. Deshalb schwieg ein Großteil der Kurve 20 Minuten. Zwar gab es zwischendurch vereinzelte Fans die sich daran machten, den Boykott zu boykottieren, jedoch blieb es bei vereinzelten Versuchen. Nichtsdestotrotz muss konstatiert werden, dass es scheinbar einem Großteil der Stadiongänger egal zu sein scheint, dass die Entwicklung hinsichtlich der Ansetzungen der Spieltage immer unerträglicher wird.

Pünktlich zur zwanzigsten Minute schalten die ersten Gesänge durch das Rund und es schien, als zeigte die aufkommende Stimmung direkt Wirkung, da der FC direkt begann, etwas mehr Durchschlagskraft in Richtung des gegnerischen Tors zu entwickeln. Die Ingolstädter verteidigten jedoch gut und schafften es mit vereinzelten Nadelstichen die Defensive des FCs einige Male etwas in Bedrängnis zu bringen. Insgesamt fehlte es beiden Seiten jedoch – abgesehen von einer Großchance unseres Torjägers vom Dienst, Terrode, – an der notwendigen Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor, sodass es mit einem leistungsgerechten Unentschieden in die Pause ging.

Nach der Halbzeit waren es dann die Gäste aus Ingolstadt, die druckvoll aus der Kabine kamen. Das unnötige und schlecht verteidigte 0:1 aus Kölner Sicht war demnach das logische Resultat. Leider zeigt gerade unsere Defensive des Öfteren eklatante Stellungs- und Abstimmungsfehler auf, die es unbedingt abzustellen gilt. Erst in den letzten 20-30 Minuten gelang es unserer Mannschaft, sich auf die eigenen Stärken zu besinnen und so folgten einige gut ausgespielte und mit dem notwendigen Willen vorgetragene Angriffe. Nach einem Foul an Risse verwandelte dann Terrode den fälligen Elfer souverän. Selbiger köpften einige Minuten später dann das langersehnte Führungstor, was die Stimmung auf den Rängen, die insgesamt eher unterdurchschnittlich war, erhellte. Mit etwas Glück und einem gut aufgelegten Horn im Kasten rettete der FC diese Führung dann über die 90 Minuten. Schade, dass man gegen einen angeschlagenen Gegner vor heimischen Publikum den Sack nicht viel früher zu macht! Am Ende zählen natürlich nur die drei Punkte. Dennoch kommt – vor allem aufgrund der fanunfreundlichen Anstoßzeit und Gegnern wie Ingolstadt, die ebenfalls auf den Rängen nicht vorhanden sind – keine Euphorie auf, sodass sich das Stadion auch sehr schnell wieder leerte. Alltagsgeschäft eben.

Nun gilt es, gegen die Idioten aus Ostwestfalen nachzulegen. Hier winkt wieder eines der interessanteren (NRW-)Auswärtsspiele, sodass sich wieder einige tausend Schlachtenbummler auf den Weg gen Ostwestfalen machen werden, um hoffentlich den nächsten Schritt des FCs Richtung Wiederaufstieg zu verfolgen.

Löwenzahn