11.Spieltag: Köln – Heidenheim 1:1

Der HSV hatte am Vorabend vorgelegt und uns Tabellenführung abgenommen. Insofern musste zum heutigen Heimspiel gegen den 1.FC Heidenheim zumindest ein Punkt her, um den Platz an der Sonne zurück zu erobern. Neben dem SV Sandhausen sind die Heidenheimer wohl der Inbegriff von Fußballprovinz in der diesjährigen Zweitligasaison. Aber ähnlich wie Sandhausen auch, spielen die Heidenheimer nun schon seit mehreren Jahren ununterbrochen in der zweithöchsten deutschen Spielklasse. Trotz einer Samstagsterminierung, kam aufgrund des Gegners und des ungemütlichen Herbstwetters eher wenig Vorfreude auf. Überraschender Weise war das Müngersdorfer Stadion jedoch mit 50.000 Zuschauern ausverkauft.

Vor dem Spiel trafen wir uns etwas früher, um die übrigen gebliebenen Bierkannen von der legendären Kiel-Auswärtstour zu vernichten. Zudem sammelte das Domstadt Syndikat heute Kleiderspenden für sozial benachteiligte Kölner Kinder. Außerdem schien sich heute an den Einlasskontrollen etwas geändert zu haben. Denn während es in den vergangenen Heimspielen zum Anstoß hin noch einigermaßen vorwärts ging, war heute Stillstand angesagt. Somit werden wohl so einige Besucher den Anstoß, und vermutlich auch den ersten Treffer des Spiels verpasst haben. Aufgrund der Entstehung dieses Treffers, hätte sich wohl so mancher Stadionbesucher auch lieber draußen aufgehalten. Aus einem unpräzisem Rückpass von Hector auf Horn, resultierte ein Eckball, den Heidenheims Innenverteidiger Beermann relativ easy zum 1:0 für die Gäste einnicken konnte (9.). Anschließend spielte nur noch der FC, wurde dabei allerdings selten wirklich zwingend und gefährlich vor dem Gäste-Tor. Die besten Gelegenheiten ergaben sich im Mitteldrittel des Spiels (29./34./44./47./48./51.). Nach einer kurz ausgeführten Ecke über Schaub und Risse, war es in der 58. Minute dann endlich soweit. Der eingewechselte Serhou Guirassy köpfte aus 5 Metern zum 1:1-Ausgleich ein. Auch in der Folge agierte des FC zielstrebiger, nutzte allerdings die sich bietenden Chancen nicht (64./67.). Am Ende musste man noch froh sein, einen Punkt zu behalten, da auch die Gäste zu guten Gelegenheiten kamen (73.). Kurioser Weise konnte der FC auch nach diesem Spieltag den 1.Platz halten, da auch die Konkurrenz keine „Dreier“ einfahren konnte.

Nach der Niederlage gegen Duisburg, sowie den Unentschieden gegen Kiel und Heidenheim, sollten nun wieder mal ein paar positivere Ergebnisse folgen. Mit dem DFB-Pokal-Heimspiel gegen Schalke 04 und dem Auswärtsspiel beim HSV, könnten Hürden jedoch wohl kaum höher sein. Gerade in diesen Spielen sollte auch von den Rängen wesentlich mehr kommen, damit wir unser Team in den nächsten Tagen zu der ein oder anderen magischen Nacht verhelfen können.

Ein wenig magisch wurde auch der weitere Verlauf des Abends, der in einer kölschen Eck-Kneipe mit BL-Konferenz seinen Anfang und (auch) sein Ende nahm. Der Zusammenschluss von „Drinking Now“ hatte sich, für deren Weihnachtsfeier im Dezember, in eine bis dato unbekannte Eckkneipe in der Kölner Südstadt eingebucht. Um sich ein erstes Bild von der Location zu machen, wurde diese nach dem heutigen FC-Spiel aufgesucht. Eine super Küche, leicht angetrunkene Gäste, ein gut gefüllter Laden, Sky-Konferenz ohne Ton – dafür allerdings mit einem DJ und Ladenbesitzer, der einen Klassiker nach dem nächsten raus haute. Von Roger Whittaker, den Scorpions bis hin zu Stevie Wonder war alles dabei. Das Reissdorf-Kölsch für 1,50 Euro lockte außerdem einige rüstige Rentner an, die hier wohl zur Stammkundschaft gehörten und bis tief in die Nacht die Gläser erhoben. Nach vielen kuriosen Gesprächen, Begegnungen und Gesangseinlagen, lagen mehr als sieben Stunden hinter uns. Trotz des etwas müden Spiels im Stadion, sind es gerade diese Momente und Erlebnisse, die diese Stadt und diesen Verein so besonders machen. So kann und muss es weitergehen!

Come on FC

pannemann