DFB-Pokal: Köln – Schalke 5:6

Runde zwei im DFB-Pokal. Die Losfee meinte es mit dem FC besonders gut und schenkte uns ein Heimspiel gegen den ungeliebten Nachbarn aus dem Ruhrpott. Ein echter Westschlager unter Flutlicht am Mittwochabend. Fußballherz, was willst du mehr.

Dementsprechend war die Hütte mit 50.000 Zuschauern natürlich ausverkauft. FC-Trainer Markus Anfang überraschte mit zwei wechseln in der Startformation ein wenig. Guirassy und Cordoba begannen für Schmitz und Terodde. Die Änderung schien auf zu gehen, denn ein Klassenunterschied war während der gesamten Spieldauer nicht zu erkennen. Zwar erspielten sich die Gäste zunächst die Mehrzahl an Torabschlüssen (15./19./22./25.), das erste Tor erzielte jedoch der FC. Die Abschlüsse von Drexler (20.) und Risse (31.) konnte der junge Schalker Keeper noch entschärfen. Gegen den abgefälschten Schuss von Cordoba war er allerdings machtlos (43.). Die Mannschaft wurde mit viel Applaus in die Kabine verabschiedet.

Im zweiten Durchgang bot sich ein ähnliches Bild. Der FC stand defensiv gut und die Gäste fanden kaum spielerische Mittel, um den FC in Bedrängnis zu bringen. Höchste Gefahr war einzig bei Standardsituationen geboten (58./68./76.). So wurde es in der Schlussphase hektisch und dramatisch. Die Gäste bissen sich die Zähne aus und konnten sich bei Raphael Czichos, bzw. bei Schiri Harm Osmers bedanken, der auf einen Handelfmeter für die Gäste entschied. Bentaleb nahm das Geschenk gerne an und traf in der 89.Minute zum 1:1 Ausgleich.

Da in der Verlängerung keines der beiden Teams ins Risiko ging, musste die Entscheidung im Elfmeterschießen fallen.

Marco Höger vergab den ersten Elfer für den FC, während im Anschluss alle 8 weiteren Schützen verwandelten. Bentaleb hatte mit dem letzten Elfer also die Entscheidung für S04 auf dem Fuß. Timo Horn blieb allerdings lange auf den Beinen und verwandelte das Müngersdorfer Stadion mit dem gehaltenen Ball in einem Hexenkessel. Im Sudden-Death-Modus verwandelten im
Anschluss Hector für den FC und Rudy für S04. Dominic Drexler versagten leider die Nerven. Der Ball flog über den Kasten. Uth machte für S04 dann den Achtelfinaleinzug perfekt.

Trotz der riesigen Enttäuschung war es schön zu sehen, dass die Mannschaft mit großem Applaus verabschiedet wurde. Auf die Leistung kann man absolut aufbauen. Sofern das nächste Spiel beim HSV mit einer ähnlichen Einstellung angegangen wird, werden zwangsläufig wieder Punkte dabei rum springen.

Trotz der bitteren Pleite war es mal wieder ein Fußballabend, mit allem was dazu gehört. Kein unnötiger Videobeweis. Dafür Pöbel, Hass, Flutlicht, Dramatik, Emotionen und viel Bier. Natürlich war der Spielausgang ernüchternd. Aber diese emotionalen Duelle mit den NRW-Clubs sind halt eben das Salz in der Suppe. Hoffen wir, dass es dazu auch bald wieder in Liga eins kommen wird.

Come on FC
pannemann