31.Spieltag: Köln – Darmstadt 1:2

Mit dem Freitagabendspiel 1.FC Köln gegen den SV Darmstadt 98 wurde der 31.Spieltag eröffnet. Nach der 0:3-Pleite in Dresden erwarteten die 50.000 Zuschauer im ausverkauften Müngersdorfer Stadion, nichts weniger, als eine komplett andere Einstellung unserer rot-weißen Fußballgötter. Zwar steht unser Club noch mit einem ausreichenden Punktepolster in der Pole-Position in Liga zwei, aber allen Beteiligten wäre wohl sehr geholfen, wenn der Aufstieg so schnell wie möglich eingetütet wird. So traf man sich an diesem späten Nachmittag bereits frühzeitig auf ein paar Kannen in Stadionnähe.

Unsere Gäste aus Darmstadt finden sich kurz vor dem Saisonende irgendwo im Niemandsland der Tabelle wieder. Auch der Blick auf die direkten Duelle der beiden Clubs, könnte aus FC-Sicht kaum besser aussehen. Bei elf Vergleichen gab es neun FC-Siege und zwei Unentschieden. Aber dass in dieser Saison Statistiken gegen vermeintliche „Punktelieferanten“ nichts bringen, konnte man ja bereits an einigen vergeigten FC-Heimspielen feststellen.

Beim FC gab es zwei Veränderungen in der Startelf. Cordoba, Clemens und Koziello begannen für Modeste (Oberschenkelprobleme), Kainz (5.Gelbe) und Schaub. Der FC wollte von Anfang an Druck aufbauen, tat sich mit fortlaufender Spieldauer gegen die defensive Formation der Gäste aber extrem schwer. Zudem musste Christian Clemens mit einer schweren Knieverletzung nach einer halben Stunde ausgewechselt werden. Wir wünschen auf diesem Wege eine gute Besserung. Zwei Minuten später kam es noch dicker. Denn die Gäste gingen durch einen Kopfballtreffer von Dursun mit 1:0 in Führung (34.). Der FC hatte in der ersten Hälfte lediglich durch Drexler (4.) und Terodde (40.) vielversprechende Abschlüsse zu verzeichnen.

In zweiten Durchgang änderte sich zunächst wenig. Mit einem Schuss von Jonas Hector, der von einem Darmstädter kurz vor der Torlinie geklärt wurde, erwachte auch das Stadion und pushte das Team lautstark nach vorne (56.). Der FC schnürte die Gäste nun über zwanzig Minuten mehr oder weniger im eigenen Sechzehnmeterraum ein. Eine gefährliche Standartsituation nach der anderen segelte vor das Gästetor. Schließlich sorgte Jhon Cordoba mit dem 1:1 per Kopf für einen Jubelorkan in Müngersdorf (66.). Auch nach dem Ausgleich gab es weiterhin Einbahnstraßenfußball zu sehen. Zuschauer und Spieler drängten vehement auf das 2:1. Völlig überraschend fiel der Treffer allerdings auf der anderen Seite. Marco Höger verlor einen wichtigen Zweikampf im Mittelfeld und Timo Horn kam etwas unmotiviert aus seinem Kasten. So konnte der kurz zuvor eingewechselte Felix Platte zum 2:1 für die Lilien einschieben (76.). Von diesem Schock erholten sich Team und Stadionbesucher nicht mehr. So kam es nach dem Schlusspfiff zu wütenden Gesängen und Pöbeleien gegen Mannschaft und Trainer. Es ist schon krass, wie sich die Stimmung nach einem Treffer, innerhalb von wenigen Minuten, von einer- in die andere Richtung drehen kann.

Schlussendlich wurde unser Trainer Markus Anfang am nächsten Tag von seinen Aufgaben entbunden. Der ehemalige Amateurtrainier Andre Pawlak und Manfred Schmid betreuen das Team nun bis zum Saisonende.

Am Samstag war Andre Pawlak jedoch noch mit sein Team im Abstiegskampf der Regionalliga West gefordert. Trotz Platz eins in der Rückrundentabelle der Regionalliga West, befinden sich unsere Amateure weiterhin massiv im Abstiegskampf. Gegen den direkten Konkurrenten SC Wiedenbrück musste also dringend gepunktet werden. Trotz einer recht glücklichen 1:0-Führung durch Marius Laux, konnte am Ende ein nicht unverdienter 3:0-Sieg gefeiert werden.

Während unserer B-Jugend nur noch theoretisch die Teilnahme an der Endrunde um die deutsche Meisterschaft zu nehmen ist (1:0-Sieg in Duisburg), sieht es für die A-Jugend aktuell auch recht gut aus. Am Sonntagmittag konnten wir uns im Franz-Kremer-Stadion davon überzeugen. Nicht ganz unverdient wurde der MSV Duisburg mit 3:0 bezwungen. Somit sind die Chancen gestiegen, in diesem Jahr zu den vier besten A-Jugendmannschaften in Deutschland zu zählen. Es wäre wohl ein großer Traum von jedem von uns, mit dem Team die deutsche Meisterschaft zu feiern – und anschließend international in der Youth League vertreten zu sein. Bis dahin ist es allerdings noch ein ganz weiter Weg. So kann und muss es weitergehen!

Come on FC

pannemann