32.Spieltag: Fürth – Köln 0:4

Ohne Cheftrainer und ohne eigenes Zutun war der Aufstieg, durch das kollektive Versagen der Konkurrenz, bereits vor dem Fürth-Auswärtsspiel in trockenen Tüchern. Denn bei noch zwei ausstehenden Spieltagen der Konkurrenz, hätte der FC sechs Punkte und siebzehn Tore Vorsprung verspielen müssen, um den Aufstieg noch aus der Hand zu geben. So musste an diesem Montagabend bei der Spielvereinigung Greuther Fürth lediglich noch ein Punkt geholt werden, um die Rückkehr in die erste Bundesliga auch rechnerisch perfekt zu machen.

Zuvor ging es am Sonntagmittag mit unserer A-Jugend zum vorletzten Bundesligaspieltag zur Fortuna nach Düsseldorf. Dort konnte ein 0:2-Pausenrückstand noch in ein 2:2-Unentschieden gedreht werden. Somit kommt es am letzten Spieltag der Saison zum Showdown um den Einzug zur Deutschen Meisterschaft zwischen Dortmund, Schalke und dem FC. Mit einem Heimsieg gegen Bayer Leverkusen wäre unser Nachwuchs sicher in der Endrunde mit dabei.

Ebenfalls in Düsseldorf gewannen unsere Amateure am Montagabend mit 5:0 und sicherten sich so den Klassenerhalt in der Regionalliga West. Die Jungs führen mittlerweile sogar die Rückrundentabelle an und können nun recht entspannt in die letzten beiden Saisonspiele gegen Rödinghausen und den Wuppertaler SV gehen. Glückwunsch zum Erreichen des Saisonziels und dieser grandiosen Leistung im Jahr 2019.

Gegen 13Uhr reihten wir uns am Montagmittag mit zwei Autobesatzungen und einer 9er-Besatzung in die rot-weiße Karawane auf die A3 nach Nürnberg, bzw. Fürth ein. Während man sich vorne im 9er noch auf ein anstehendes Bewerbungsgespräch vorbereitete und im Vertriebsbereich ein Deal über 10.000,00 EUR eingetütet werden konnte, wurde in den hinteren Reihen ausgiebig gebechert. Da wir absolut entspannt durch kamen, blieb vor Nürnberg noch genug Zeit, um die Getränke, Essens- und Tankvorräte wieder auf zu füllen. Gemeinsam mit der aktiven Fanszene erreichten wir den IKEA-Parkplatz an der Autobahn, der kurioser Weise als offizieller Parkplatz für Gästefans ausgewiesen war. Ohne Köttbullar und HotDogs machten wir uns auf den circa zehn minütigen Fußmarsch zum Stadion, welches wir noch vor der Toreöffnung um 19Uhr erreichten. Mit ein paar leckeren Kaltgetränken und Leberkäsbrötchen ging die anschließende Zugangskontrolle ziemlich entspannt über die Bühne.

12.520 Zuschauer fanden heute den Weg, in den 16.626 Besucher fassenden Sportpark Ronhof. 4.000 Gästefans werden es sicherlich gewesen sein. Eine Hiobsbotschaft gab es bereits einige Tage zuvor mit der Info, dass Schiedsrichter Guido Winkmann das FC-Spiel leiten wird. In der Vergangenheit war dieses Kombination meist keine Glückliche – egal ob im Kölner Keller oder auf dem Spielfeld. Aber dieses Mal lieferte der Polizeibeamte aus Kerken eine solide Leistung ab, in einem einfach zu leitenden Spiel.

Unser neuer Interimstrainer Andre Pawlak mische die Startelf ordentlich durch. Schmitz, Schaub, Kainz und Risse ersetzten Geis, Clemens, Koziello und Terodde. Zudem wurde wieder traditionell mit einer Viererkette gespielt, in der Jonas Hector als Außenverteidiger fungierte. Gegen ziemlich überforderte Fürther sahen die Besucher mehr oder weniger ein Spiel auf ein Tor. Durch zwei Treffer von Jhon Cordoba (8./41.) und einem Eigentor von Daniel Steininger (20.) stand es bereits zur Pause 3:0 für den FC. Es entwickelte sich mit fortlaufender Spieldauer ein, doch recht witziger und ansehnlicher Support im Gästesektor, den Jhon Cordoba mit seinem dritten Treffer in Durchgang zwei besiegelte (65.).

Im Rausch der Emotionen stürmten zum Abpfiff die FC-Fans zu ihren Stars auf das Spielfeld und feierten überschwänglich die Rückkehr in Liga eins – NIE MEHR ZWEITE LIGA! Ironie aus.

Nö, ernsthaft. Es standen nicht mal ein dutzend Ordner vor den Gästeblöcken, sodass man meinen könnte, dass ein Platzsturm sogar gewünscht gewesen sein könnte. Diese Einladung nahmen allerhand Rot-Weiße gerne an, um mit der Mannschaft zu feiern oder im Innenraum ein paar Selfies zu schießen. Letztlich bin auch ich natürlich heilfroh, dass wir die Rückkehr klar gemacht haben und gratuliere den Jungs. Mit der sportlichen Historie der letzten Jahre, fällt bei mir und vielen anderen die Begeisterung jedoch weit weniger euphorisch aus.

So setzten wir uns mit der aktiven Fanszene recht zeitig in Bewegung. Die teilweise feucht-fröhliche Hinfahrt hatte doch etwas an den Kräften gezerrt. Ein Besuch beim goldenen M und der klassische Schmuddeltalk waren somit die einzigen Highlights der Rückfahrt. Gegen drei Uhr erreichten wir als Erstligist wieder unsere geliebte Domstadt und vielen müde aber glücklich in unsere Betten. So kann und muss es weitergehen.

Come on FC

pannemann