1.Spieltag: Wolfsburg – Köln 2:1

Zu Beginn der neuen Saison führte uns die Reise nach Wolfsburg. Also genau dorthin, wo vor einem Jahr das letzte Erstligaspiel vom FC ausgetragen wurde. Die Stimmung war am heutigen Tag allerdings sehr viel besser. Trotz des glücklichen Pokalsieges in Wiesbaden, hofften alle Beteiligten auf etwas mehr Defensivstabilität und einen positiven Start in die Saison 2019/2020. Via Bus und mit dem guten alten Wochenendticket nahmen wir die Reise in die Autostadt auf uns.

Früh aufstehen hieß es für die Sektion Köln an diesem Samstagmorgen, denn der Buskonvoi der aktiven Fanszene setzte sich zeitig in Bewegung. Wohl dem, der etwas weiter nördlich wohnt und die Vorzüge des Wochenendtickets nutzen kann. Wir wollten uns aber auch nicht beschweren, denn Busfahrer und DJ hatten heute einen guten Tag erwischt. Zudem schmeckte das Bier, bzw. der Wein am ersten Spieltag besonders gut, da der zu erwartende Abstiegskampf zu Saisonbeginn weniger akut ist. Die Anreise verlief in der Sommerferienzeit erwartungsgemäß ohne größere Probleme, sodass wir den Gästeeingang bereits 90 Minuten vor Spielbeginn erreichten.

Beim letzten Gastspiel in Wolfsburg gab es eine mehr als unnötige dritte Einlasskontrolle an einem Tor im Oberrang, was kurz vor Anpfiff zu ziemlich chaotischen Zuständen geführt hatte, da eine große Masse an FC-Fans in den Gästeblock drängten. Die Polizei versuchte derweil sich mit Pfefferspray Platz zu verschaffen, was überraschender Weise nicht deeskalierend wirkte. Im Endeffekt wurde man an dem Tag den Gedanken nicht los, dass hier von Polizeiseite aus etwas passieren musste, um das überdimensionierte Großaufgebot mit Hubschraubern, Wasserwerfern und der Einsatzkraftstärke zu rechtfertigen. Sollte es so gewesen sein, ging der Plan jedenfalls auf.

Insofern war man heute auf das Prozedere bei der Einlasskontrolle sehr gespannt. Zwar gestalteten sich die Kontrollen erneut sehr gründlich und langwierig. Da wir jedoch noch etwas Luft bis zum Spielbeginn hatten, lief die Sache glücklicher Weise entspannter ab, als vor einem Jahr.

Verrückter Weise war der Heimbereich bei weitem nicht ausverkauft. So fühlt sich dann wohl Europapokaleuphorie in Wolfsburg an. Wenn der etwas enttäuschende Spieltagsbesuch jedoch an der unattraktiven Fahrstuhlmannschaft aus der Domstadt gelegen haben sollte, kann man zumindest dem Gästesektor keinen Vorwurf machen. Denn der war voll (!) mit FC-Fans in ihren Lieblingsshirts.

Traditionell wird das erste Auswärtsspiel der Saison als Trikot-Mottofahrt ausgerufen. Zum Intro hatte die Wilde Horde passender Weise und mit einem großen Spruchband dieses Trikot-Thema aufgegriffen. Ziemlich gelungen, wie ich finde.

Die erste Elf vom FC musste gegenüber dem Pokalspiel in Wiesbaden zwangsläufig auf einer Position geändert werden. Für den rotgesperrten Cordoba begann Höger auf der Doppelsechs und Drexler rückte auf die Cordoba-Position.

Beide Teams tasteten sich zu Beginn ab. Anthony Modeste hatte dann die große Chance zur Führung. Leider wurde der Einschuss von einem Wolfsburger am Tor vorbei abgefälscht (11.). Mehr Glück hatte der VfL. Eine 20-Meter-Volleyabnahme von Arnold landet genau im linken Eck zum 1:0 für die Wölfe (16.). Der FC spielte bis zur Pause mutig weiter, ohne jedoch für das Bemühen belohnt zu werden (23./25./Foulelfmeter 32.).

Nach der Pause änderte sich das Bild und der VfL war klar tonangebend. So kam das 2:0 durch Wout Weghorst nicht wirklich überraschend (61.). Relativ routiniert brachte das Heimteam das Ergebnis über die Zeit, auch wenn Simon Terodde in der Nachspielzeit noch den Anschlusstreffer markierte (91.).

Da man in der zweiten Halbzeit kaum eine Mittel gegen die VfL-Defensive gefunden hatte und in Anbetracht der anstehenden Aufgaben, überwog heute zunächst die Enttäuschung. Zu gerne wäre man mit einem Erfolgserlebnis und voller Euphorie in das kommende Flutlichtheimspiel gegen Borussia Dortmund gegangen. Aber letztlich ist es ein Lernprozess für die teilweise noch recht unerfahrene (5/11) und neu zusammengesetzte FC-Mannschaft. Insofern gilt es am Freitag in maximaler Lautstärke das Team zu unterstützen, damit wir auf den Rängen, als auch auf dem Spielfeld einen bleibenden Eindruck in der neuen Spielzeit hinterlassen!

Come on FC

pannemann