4.Spieltag: Köln – Mönchengladbach 0:1

Nachdem Auswärtssieg in Freiburg und der Länderspielpause, ging man doch recht zuversichtlich in das Derby gegen Mönchengladbach. Im hochdotierten Kader unserer Gäste schien zu Saisonbeginn noch nicht alles rund zu laufen und so rechnete man durchaus mit einem offenen Spiel, sofern eine ähnliche Leistung wie gegen Dortmund, bzw. Freiburg an den Tag gelegt wird. Schlagzeilen machte vorab einmal mehr der Sicherheitsapparat, der mit über 1.500 Beamten, einem Hubschrauber und vier Wasserwerfern für die Sicherheit am Spieltag zuständig war.

Gänzlich unbegründet war das Aufrüsten keinesfalls, da es in der jüngeren Vergangenheit auf beiden Seiten etliche Aktionen gab, die das Fieberthermometer an den Siedepunkt getrieben hatte. Insofern waren heute nicht nur die Schutzmänner in höchster Alarmbereitschaft, sondern auch viele weitere Stadionbesucher. Trotz des schönen Wetters, lag ein knistern und eine gewisse Anspannung in der Luft. Eigentlich genauso, wie man es sich vor einem Derby auch wünscht.

Wir trafen uns heute bereits frühzeitig hinter der Südtribüne. Gegenüber einem „normalen Heimspiel“ wirkte der Platz wie leer gefegt. Keine Getränkestände, keine Wurstwagen, einfach nichts. Insofern konnte sich derjenige glücklich schätzen, der sich ein paar Wegbier eingepackt hatte oder der in der Playa zum Zug kam. Für die Anreise der Gäste (via Bahnhof Ehrenfeld), wurde gar die Aachener Straße gesperrt, damit die Bahnen der KVB auf sicherem Wege zum Stadion gelangen konnten. Daher gab es vor Spielbeginn keine nennenswerten Vorkommnisse und man konnte sich dem runden Leder widmen.

Gegenüber dem Spiel in Freiburg änderte sich die FC-Startelf auf einer Position. Jhon Cordoba begann für Kingsley Schindler. Zum Intro gab es auf unserer Seite das übliche, während im Gästesektor ein paar Fackeln gezündet wurden. Den ersten guten Abschluss hatte Anthony Modeste (5.), auf der Gegenseite zimmerte Zakaria einen Fernschuss an die Latte (11.). Drei Minuten später erzielte Plea das 1:0 für die Gäste (14.). Karma ist nicht käuflich. Bleibt nur zu hoffen, dass Herrn Plea der ausschweifende Torjubel vor der Süd, Ihn für den Rest seines Lebens verfolgen wird – Spacko!

Cordoba (14.) und Skhiri (21.) für den FC sowie Kramer (31.), Plea (36.) und Neuhaus (39.) für MG konnten bis zur Pause keine weiteren Treffer erzielen. So war der FC zur Pause mit dem 0:1-Rückstrand noch recht gut bedient.

Im zweiten Durchgang hatte der FC die Partie wesentlich besser im Griff und auch die Mehrzahl an Chancen (52./53./62./71./80./88.). Zum Ausgleichstreffer reichte es jedoch nicht mehr. Das Team war heute nicht in der Lage das Stadion mit zu ziehen und umgekehrt war es leider ähnlich. Kurioser Weise legte auch der Gästesektor (außer einem lauten Wechselgesang) den wohl schwächsten Auftritt im neuen Müngersdorfer Stadion hin. Solche lahmen Derbys braucht echt kein Schwein.

Mal abgesehen von einem Böllerwerfer auf der Süd, war es ein recht friedliches Derby. Dass wird dem neuen FC-Vorstand den Start in das neue Amt erheblich erleichtern. Es ist rückblickend wohl der einzig positive Faktor, den man diesem Derbytag abgewinnen kann.

Come on FC

pannemann