11.Spieltag: Köln – Hoffenheim 1:2

Die Katastrophenwoche mit den Pleiten gegen Mainz, Saarbrücken und Düsseldorf steckte heute allen noch in den Knochen. Dementsprechend waren die Erwartungen vor dem heutigen Heimspiel gegen die TSG Hoffenheim eher im Minusbereich angesiedelt. Denn bei unserem Gast sieht die Formkurve, mit fünf Siegen in Folge, komplett entgegengesetzt aus. Alles keine guten Vorzeichen für das Spiel an diesem Freitagabend.

Vor einem ausverkauften Heimbereich gab es beim FC drei Änderungen in der Startformation. Ismail Jacobs debütierte heute als Außenverteidiger in der Bundesliga. Außerdem waren Mere und Cordoba neu in der ersten Elf. Der FC stellte hinten auf eine Dreierkette um, und bekam dadurch mit Forechecking sowie einer robusten Zweikampfführung in Halbzeit eins den besseren Zugriff auf das Spiel. Folgerichtig ging der FC durch einen Flachschuss von Jhon Cordoba mit 1:0 in Front (34.). Nach dem Pausenpfiff waren beide Teams nicht wieder zu erkennen. Die TSG kreierte Torchancen im Minutentakt (48./49./53./61.), welche aber teilweise auch aus schwerwiegenden Fehlern im FC-Aufbauspiel resultierten. So konnte der FC nach dieser Phase froh sein, nur den Ausgleich kassiert zu haben (48.). Im Anschluss verflachte das Spiel und alles deutete auf leistungsgerechtes Unentschieden hin. Aber in dieser Saison scheint man wirklich jeden Dreck mit zu nehmen, den man bekommen kann. Während Schiedsrichter Robert Kampka in der 95.Minute auf einen Freistoß für den FC entscheidet, schaltet sich der Videoassistent ein. Kurze Zeit später revidiert Kampka seine Entscheidung zugunsten eines Elfmeters für die TSG. Aufgrund der Erfahrungen der laufenden Saison mit den Unparteiischen, stelle ich mal die Behauptung auf, wir hätten in dieser Situation den Elfmeter nicht bekommen. Wie dem auch sei. Locadia netzte zum 1:2 in der 98. (!) Minute ein und kurz darauf war das Spiel beendet. Das Spiel lässt einen tatsächlich noch ratloser zurück, als es bereits vor dem Spiel der Fall gewesen ist.

Entweder performt der FC in dieser Saison ganz gut, wird dann aber von den Top-Teams- oder durch zweifelhafte Schiedsrichterentscheidungen bestraft. Oder man bewegt sich in den Spielen mit den Kellerkindern auf Augenhöhe, in denen dann aber auch wiederum Nuancen für den Gegner sprechen. Es ist zum wahnsinnig werden. Am Ende scheint es dann tatsächlich auch das fehlende Selbstvertrauen, bzw. die fehlenden Qualität zu sein.

In diesen schweren Zeiten steht man zumindest im FC-Fanlager zusammen. Wir als Gruppe haben zum heutigen Spiel die Bechersammelaktion vom Kölschen Klüngel aktiv mit unterstützt. Der Kölsche Klüngel ist eine Untergruppe der Südkurve e.V.. Er Unterstützung FC-Fans, die aufgrund von kritischen Situationen bei Fußballspielen in juristische Schwierigkeiten geraten sind.

Insbesondere Dietmar Hopp hat nach dem FC-Auswärtsspiel am 31.03.2018 in Sinsheim 21 Ermittlungsverfahren wegen Beleidigung (nach §185 StGB) gegen einzelne FC-Fans im Gästeblock gestellt. Wo man sich als normaler Fußballfan denkt, im Stadion sollte pöbeln doch wohl erlaubt sein, hat da wohl die Rechnung ohne Onkel Dietmar und seine top Anwälte von SAP gemacht.

Daher haben wir heute im ganzen Stadion Pfandbecher gesammelt, um ein Zeichen zu setzen. Vielen Dank an alle FC-Fans, die ihre Becher gespendet haben. Es ist eine wirklich herausragende Summe zusammen gekommen, die zeigt, dass man in diesen schweren Zeiten zusammenrückt.

So kann und muss es weitergehen.

Come on FC

pannemann