13.Spieltag: Köln – Augsburg 1:1

Nach nunmehr fünf Pflichtspielniederlagen in Folge, empfing der FC am Samstagnachmittag die ebenfalls abstiegsbedrohten Fuggerstädter. Trotz des Trainerwechsels vor dem Leipzig-Spiel, herrscht weiterhin eher gedämpfte Stimmung rund um das Geißbockheim. Drei Punkte im heutigen Heimspiel waren eigentlich schon existenziell, um nicht vorzeitig den Anschluss an die Nichtabstiegsplätze zu verlieren. Mit einem ausverkauften Heimbereich stimmte die Kulisse zumindest wieder einmal.

Gegenüber dem Leipzig-Spiel tauschte Markus Gisdol dreimal das Personal. Schmitz, Drexler und Terodde spielten für Ehizibue, Schindler und Skhiri. Es entwickelte sich eine temporeiche Partie, die der FC zunächst dominierte. Allerdings fehlte es beiden Teams an der nötigen Präzision.

Wie so oft in dieser Saison, erhält der Gegner einmal mehr die große Einladung zur Führung auf dem Silbertablett. Nach einem Foul von Czichos an Niederlechner gibt es Elfmeter für die Gäste (8.). Timo Horn konnte den schwachen Abschluss von Andre Hahn jedoch entschärfen und den FC somit im Spiel halten. Aber auch auf der Gegenseite konnten Terodde (5.), Modeste (13.) und Verstraete (15.) die gute Phase vom FC nicht mit dem Führungstreffer belohnen. Mit fortlaufender Spieldauer wendete sich das Blatt und der FC schwächte sich mit einer gelb-roten Karte mal wieder selbst (39./Czichos). Keine drei Minuten später markierte Niederlechner das 1:0 für die Gäste (43.). Immerhin wurde unser Freund Andre Hahn noch vor der Pause ebenfalls mit gelb-rot vom Platz gestellt, sodass es im zweiten Durchgang mit 10 gegen 10 weiter ging.

Ähnlich wie in Düsseldorf, versuchte uns auch unser heutige Gegner mit vielen endlos scheinenden „Verletzungsunterbrechungen“ den Wind aus den Segeln zu nehmen. Alleine in den ersten 20 Minuten von Durchgang zwei, lagen vier Gästespieler immer mal wieder auf dem Spielfeld und ließen sich behandeln. Warum man als FC-Spieler dennoch in den fair-play-Modus schaltet und den Ball ins aus befördert, ist mir ein absolutes Rätsel. Mit fair-play haben die Spielverzögerungen von solchen Teams absolut gar nichts zu tun.

Nach einem Tanz auf der Rasierklinge (Vargas-Großchancen auf das 2:0 in der 54. und 78. Minute) und drei dicken FC-Chancen in Durchgang zwei (50./71./74.), belohnte sich der eingewechselte Jhon Cordoba zumindest noch mit dem verdienten 1:1-Ausgleich kurz vor dem Spielende (86.). Immerhin sprang bei dem betriebenen Aufwand mal wieder ein Punkt dabei heraus. In der Tabelle hat sich das Bild dadurch allerdings nur unwesentlich verändert. Auf einem direkten Abstiegsplatz sind wir nun einmal die Mannschaft, die Punkte aufholen muss.

Mit dem Blick auf die restlichen Spiel in diesem Jahr (bei Union und in Frankfurt sowie zuhause gegen LEV und Bremen) und den aktuellen Leistungen der ziemlich verunsicherten Mannschaft, fällt es ziemlich schwer, an ein besseres Tabellenbild zum Jahreswechsel zu glauben.

Besser sieht es hingegen bei den anderen Mannschaften vom FC aus. Die B-Jugend (7:1 gegen Aachen) und die A-Jugend (2:0 beim FC Schalke 04) befinden sich derzeit beide auf Kurs Endrunde um die deutsche Meisterschaft. Aber auch die zweite Mannschaft vom FC spielt in der Regionalliga West weiterhin groß auf. Mit 9 Siegen, 2 Unentschieden und 5 Niederlagen hält das Team von Coach Mark Zimmermann weiterhin Anschluss an die ersten Plätze.

Dank einer guten Terminierung konnte das Team am Sonntag im Derby gegen Mönchengladbach II wieder lautstark unterstützt werden. Vor 350 Zuschauern trennte man sich leistungsgerecht mit einem 1:1. So kann und muss es weitergehen.

Come on FC

pannemann