16.Spieltag: Frankfurt – Köln 2:4

Die erste englische Woche der Saison führte uns kurz vor Weihnachten nach Frankfurt. Mit 200km Anreise an einem Mittwochabend wirklich noch human. Seit dem 5:1-Sieg gegen Bayern München schwächelt die heimische SGE ein wenig. In den letzten fünf Ligaspielen sprang lediglich ein Punkt heraus, was sicherlich auch der Dreifachbelastung von Europa League, DFB-Pokal und Bundesliga geschuldet ist. Dennoch können sich die Hessen auch in dieser Spielzeit wieder auf ihre Heimstärke verlassen. Aufgrund dessen blickte ich eher pessimistisch dem Flutlichtkick im Waldstadion entgegen.

Mit dem ICE, dem Auto und im Buskonvoi der aktiven Fanszene starteten wir am Mittwochnachmittag in Richtung Mainmetropole. Auf Höhe der Landesgrenze zu Hessen reihte sich bereits ein Kastenwagen der Polizei in den Konvoi ein. Zur Toreöffnung erreichten wir das Waldstadion und die Kontrollen gingen entspannt über die Bühne. Anders gestaltete sich jedoch das Prozedere am Eingang zum Gästeblock. Hier sollte nochmals absolut kleinlich kontrolliert werden, während kurze Zeit später sogar Personen zur Einzelkontrolle in separate Räume gebracht wurden. Das führte kurzzeitig zu Handgreiflichkeiten und Tumulten mit dem Ordnungsdienst und der Polizei.

Der Heimbereich im Stadion war bereits festlich geschmückt, obwohl das Stadion nahezu leer war. Die zwei Stunden bis zum Anstoß wurden mit allerhand Blödsinn verbracht. Neben dem Austausch von Nettigkeiten mit den SGE-Fans neben dem Gästeblock, war ein einzelner SGE-Fan mit einem Zauberwürfel das Highlight des Abends. Der gute Mann nutzte die Zeit bis zum Anstoß vermutlich, um für eine Zauberwürfel-Weltmeisterschaft zu trainieren.

Beim FC gab es zwei Wechsel in der Startelf. Cordoba und Schmitz begannen für Modeste und Ehizibue (5.Gelbe). Die Hessen starteten von der ersten Minute an mit einem druckvollen Spiel. Der FC fand keinen Zugriff und so war das 1:0 nur eine Frage der Zeit. Eine erste Flanke köpfte Martin Hinteregger knapp vorbei (2.). Vier Minuten später zappelte der Ball dann im Netz. Nach einer Ecke war es erneut Hinteregger, der bereits seinen 6. Saisontreffer erzielte (6.). Die SGE nahm anschließend das Tempo raus und erhöhte nach einem weiteren Standard auf 2:0. Dieses Mal setzte sich Paciencia im Kopfballduell gegen Jonas Hector durch (30.). Im weiteren Verlauf rettete Timo Horn glänzend gegen Kohr (36.) und Kostic (38.). Durch einen abgefälschten 30-Meter-Hammer von Jonas Hector konnte der FC, etwas schmeichelhaft, auf 2:1 verkürzen (44.).

Bis zur Mitte der zweiten Hälfte tat sich auf beiden Seiten nicht viel. Dann nahm das Spiel jedoch ordentlich an Fahrt auf. Zunächst markierte Sebastian Bornauw nach Vorlage von Florian Kainz seinen 3.Saisontreffer (72.). Im Gegenzug rettete Timo Horn erneut überragend gegen Daichi Kamada das 2:2 (73.). Auf der anderen Seite scheiterte Dominick Drexler an Felix Wiedwald (74.). Besser machte er es zehn Minuten vor dem Spielschluss. Florian Kainz flankte in die Mitte, Raphael Czichos ließ den Ball passieren und Dominick Drexler musste nur noch flach einschieben (81.). Der Gästesektor glich einem Tollhaus. Wie wichtig wäre ein heutiger Auswärtssieg. Das Zittern beendete Isamil Jakobs schließlich mit dem 4:2 in der Nachspielzeit.

Nachdem man im ersten Durchgang völlig chancenlos war, zeigte die junge Truppe im zweiten Durchgang eine top Moral. Genau mit dieser Einstellung sollte man auch in das letzte Pflichtspiel am Samstag gegen Werder Bremen gehen. Sofern das der Fall ist, steht einer entspannten Winterpause nichts im Wege.

Come on FC

pannemann