7.Spieltag: Freiburg – Köln 3:2

Es war mein fünftes Intermezzo in Freiburg und es war ein Erfolg. Meine ersten beiden Tore im Breisgau und dass ohne zu frieren. Sensationell.
Wieso können wir nicht jedes Auswärtsspiel in Stuttgart austragen? Mittlerweile habe ich eine Abneigung gegen Freiburg, Mainz und Bremen. Jedes Mal bekommen wir dort tierisch einen auf die Fresse, so dass mich lediglich mein ausgeprägter Masochismus in diese Orte treibt. Die Hinfahrt ist stets sensationell, aber die Rückfahrt gleicht eher einer Beerdigung auf Rädern. Es macht einfach keinen Spaß mehr jedes Mal in den oben genannten Orten den Arsch vollzubekommen.
Diese Tour absolvierten wir mal wieder mit einem 9er-Bulli. Am Bord der RE7 „Voll Porno“ Tour befanden sich sechs Trinker, drei Fahrer, sieben Schnapsflaschen und einiges an Bier. Mit dieser explosiven Mischung trafen wir uns mit zwei weiteren Bulli-Besatzungen in Köln. So ging es mit unserem Voll-Porno Banner im Heck nach Freiburg. Während der Fahrt wurde gesoffen wie selten zuvor. Von jeder Schnapsflasche wurde der Deckel sofort zerdrückt um die Flasche in einer schnellen Runde zu leeren. Dies geschah sehr zum Leidwesen zweier Mitfahrer, die sich anschließend jede paar Minuten übergeben mussten. In dieser Stunde war das Wort „TÜTE“ die einzige informative Meldung im Bulli. Mittlerweile wissen wir, dass es sich beim FC lohnt, sich auf dem Weg nach Freiburg aus dem Leben zu schießen. Für dieses Verhalten sprechen zwei Punkte: Zum einen bekommt man vom Spiel nichts mehr mit, zum anderen gibt es danach auch keinen Grund mehr Alkohol zu trinken. Selbst das Frusttrinken macht bei so einer Leistung keinen Spaß mehr.
In Freiburg ging es nach einem kleinen Umweg direkt zum Stadion. Das Spiel fing an wie es aufgehört hat. Einziger positiver Erfolg waren die 2 Tore dazwischen. Aber auch die konnten über die miserable Leistung nicht hinweg täuschen. Mit so einer Leistung werden wir den Klassenerhalt nicht schaffen. Die spielerischen Defizite der Freiburger konnten wir mal wieder nicht nutzen. Es schmerzt einfach tierisch über diese schlechte Leistung nachzudenken.
Die Rückfahrt verging wie im Flug. Keiner von uns hatte mehr Bock auf Alkohol. Philipp holte aus dem 9er so ziemlich alles raus, so dass wir um 23:30 Uhr in Münster waren. Unsere Motivation war dahin. Jedes Mal verbringen wir Stunden auf Autobahnen oder in Zügen, wir investieren viel Zeit und Geld für unseren Verein, aber sportlich kommt seit Jahren nichts Zählbares heraus. Wir möchten sicher die ganzen Touren nicht missen, aber wieso können wir nicht auch Mal ein Jahr ausreißen, einmal oben mitspielen, sei es nur für eine Saison….

Tommi

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