4.Spieltag: München – Köln 0:0

Gegen die Bayern in der Arena ungeschlagen sollten wir auch diesmal einen Punkt aus München entführen. Während ich mit meinem Bruder schon seit Dienstag in der bayerischen Landeshauptstadt weilte, um mich mit Championsleague und Weißbier zu vergnügen, trafen die meisten anderen Jungs schon Freitag ein. Ich traf die Bande jedoch, wie eigentlich immer, am Samstag gegen elf Uhr im Augustiner, wo ich noch nicht so ganz aus den Augen gucken konnte. Das Augustiner war nicht ganz so kölsch wie in den Jahren zuvor und die schwarzen Brigaden von Stoiber hatten dement-sprechend dieses Jahr mal keine Recht-fertigung für ihre Lieblings-beschäftigungen. Vom Augustiner zogen wir dann mit einem Teil unserer Gruppe zum Stadion, wo wir einen vollen Gästeblock vorfanden und uns zusammen postierten. Der Support des kölschen Anhangs war ganz okay, allerdings nicht so berauschend wie bei manch vorherigen Auftritten in der Allianz Arena. Unsere Mannschaft wurde schnell von den Bayern unter Druck gesetzt, doch nach der ersten Viertelstunde verstand es Soldos Betonmischertruppe den tonangebenden Gastgeber vom eigenen Tor fernzuhalten. So hielt sich das torlose Unentschieden bis zur Halbzeit. Halbzeit zwei verzückte mit Catenaccio und den Zwischenständen aus Stuttgart, wo die Rautenottos mal gepflegt sieben Dinger kassierten. Gegen Ende hätte Freis sogar fast unsere Jungs in Führung gebracht, doch „Sportliche Perspektiven-Sucher-Hajö“ wusste dies zu verhindern. Als Mondragon dann in der Nachspielzeit zwei mal rettete, reckten alle Kölner die Hände in die Luft, denn der Punkt beim deutschen Meister war eingefahren. Auf dem Rückweg trennten wir uns am Hauptbahnhof, da der Großteil der Jungs noch auf das Oktoberfest wollte, ich jedoch noch eine Kiste Bier für die Wochenendticket-Rückfahrt einschließen wollte und auch ziemlich fertig vom Vorabend über fiese Umwege zu meiner Unterbringung gelangte. Wie man munkelt war das Oktoberfest noch ein absolutes Highlight für alle Beteiligten, doch wenn ich bedenke, was Egbert, Mattis und ich für eine abgekrachte 15-Stunden-Wochenendticket-Tour am Sonntag erlebt haben, stört es mich gar nicht, samstags nicht dabei gewesen zu sein. Der Punkt in München sollte doch Selbstbewusstsein für die anstehenden Aufgaben geben, in denen jedoch auch die Offensive mal wieder etwas mehr gefragt ist.

Come on FC!

Lennart

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